Rästel zum Wochende: Hund hat eine dicke Backe und so schaut es dann in der Maulhöhle aus.

Umfangsvermerhung in der Maulhöhle, Malignes Melanom

Zubildungen in der Maulhöhle müssen nicht immer bösartiger Natur sein. Sie können auch gutartige Prozesse darstellen zum Beispiel Zahnfleischwucherungen oder die so genannten Epulis.
Solide Umfangsvermerungen in der Maulhöhle könnten allerdings auch bösartige Tumore sein. Die häufigsten bösartigen Maulhöhlentumore sind das maligne Melanom (hier in unseren Fall), das Plattenepithelkarzinom, das Fibrosarkom und das Osteosarkom.
Regelmäßige Untersuchungen der Maulhöhle helfen, Veränderungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Je früher eine genaue Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Bei Verdacht auf einen Tumor steht an erster Stelle eine Gewebeentnahme (Biopsie) des entarteten Gewebes, um eine Diagnose zu stellen. Erst dann sind Aussagen über das Verhalten des Tumors, mögliche Therapie und die Prognose möglich.
Verschiedene Symptome können durch ein tumoröses Geschehen in der Maulhöhle ausgelöst werden. Es können Zahnprobleme, Nasenausfluss, Inappetenz, starker Mundgeruch, sabbern oder immer mal wieder auftretende Blutungen oder Gewichtsabnahme auftreten. Auch eine Asymmetrie des Gesichtsschädels gibt einen Hinweis.
Manchmal ist es schwierig genau in die Maulhöhle zu schauen. Nicht jeder Hund ist hier kooperativ. Daher ist in vielen Fällen dazu eine Sedierung notwendig. Die Therapie richtet sich immer nach dem Ergebnis der vorangegangenen Untersuchungen.
Malignes Melanom
Das maligne Melanom ist ein Tumor der Pigmentzellen. Es ist hochgradig bösartig. Diese Tumoren zeigen eine starke Neigung zur Metastasierung (zum Streuen in andere Gewebe), hier vor allem in angrenzende Lymphknoten und in die Lunge. Er ist mit 30% die häufigste Form der malignen Tumore der Maulhöhle. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit gibt es bei Cocker Spaniel, Dackel und Pudel, sowie in der Altersklasse von durchschnittlich 11 Jahren. Außerdem sind Rüden häufiger betroffen.
Sie zeigen sich oft fleischig, dunkel gefärbt, blumenkohlartig und mit brüchigem Gewebe. 30% der malignen Melanome sind aber pigmentarm oder pigmentlos (wie in unserem Fall) und gehören dann zu einer Sonderform. Um diese zu diagnostizieren bedarf es einer immunhistochemischen Untersuchung. Ohne Behandlung besteht die durchschnittliche Überlebenszeit nach Diagnosestellung laut Studien bei 6 – 10 Monaten. Die best mögliche Prognose hat ein Tumor dieser Art, wenn er in einer Größe von unter 2 cm entdeckt wird und behandelt wird. Gute Erfolge beim malginen Melanom werden u.a mit einer Strahlentherapie erreicht.

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