Wochenenrätsel

Tatortfund siehe Foto. Die Hunde waren im auffinden der Osterhasen schneller, als die Kinder! Schokoladenvergiftung

Theobromin ist ein Inhaltsstoff der in Kakaobohnen, aber auch in Kaffee oder Tee enthalten sind. Er hat ähnlich wie Koffein eine anregende Wirkung. Theobromin wirkt stimulierend auf das Nervensystem, während der Mensch diesen „Weckeffekt“ ohne größere Nebenwirkungen gut verträgt, ist diese Stimulation für das Nervensystem der meisten Tiere zu viel.
Schokolade ist für Hunde (und Katzen) giftig! Hunden fehlt das Enzym (Cytochrom), welches der Körper für den Abbau von Theobromin einsetzt. Sie bauen Theobromin somit wesentlich langsamer ab.
Symptome:
Klinische Symptome wie Unruhe und Nervosität (vergleichbar bei uns Menschen, wenn wir eine oder zwei Tassen starken Kaffee zu viel getrunken haben), Erbrechen, Durchfall, aufgeblähter Bauch, verstärkter Durst oder Herzrasen können ab einer Dosis von 20 mg Theobromin/ kg KGW Hund auftreten.
Höhere Dosen führen zu Krämpfen, schneller Atmung, Atembeschwerden, Zittern bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstseinsstörungen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herzversagen, Tod.
Die kleinste tödliche Dosis von Coffein beträgt beim Hund 140-150mg/kg Körpergewicht. Die tödliche Dosis von Theobromin liegt beim Hund im Bereich von 250-500 mg/kg Körpergewicht. Kleine Hunde mit großem Appetit auf Schokolade sind daher besonders gefährdet. Die maximale Wirkung tritt 2-4 Stunden nach dem Verzehr der Schokolade auf. Bis die Hälfte des Theobromins im Körper abgebaut ist, dauert es 17 Stunden. Besondere Vorsicht ist daher bei wiederholter Aufnahme von Schokolade geboten.
Kakaobohnen sind die Grundlage für Kakaopulver und Schokoladen und je nach Art des Produktes ist Theobromin in unterschiedlicher Menge enthalten.
Therapie:
Wenn Ihr Tier die Schokolade erst seit kurzem aufgenommen hat, kann Ihr Tierarzt Ihrem Hund ein Medikament verabreichen, das Erbrechen auslöst. Je weniger Schokolade bzw. Theobromin aufgenommen wird, desto weniger Vergiftung.
Außerdem kann durch die Gabe von Aktivkohle die Aufnahme aus dem Darm verringert werde.
Ist die Aufnahme der Schokolade länger her, wird Ihr Tierarzt anhand der klinischen Untersuchung entscheiden, welche Therapie notwendig ist. Bestehen Vergiftungssymptome benötigt Ihr Tier Medikamente gegen Krämpfe, Infusionen, um die Ausscheidung zu fördern und muss ggf. stationär aufgenommen werden.

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